„Vergesst die Arbeitslosen nicht!“ unter diesem Leitgedanken besuchte Bischof Stephan Ackermann und Vertreter der Aktion Arbeit das Soziakaufhaus „Wir für alle“ in Köllerbach.

Der Besuch kam auf Initiative des ESH-Vorsitzenden Toni Job zustande und diente dem Anlass auf dieses besondere Anliegen hinzuweisen.

Das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit wird aufgrund der guten wirtschaftlichen Entwicklung derzeit kaum noch wahrgenommen. Die guten Arbeitsmarktzahlen machen Glauben, es sei alles in Ordnung, angesichts einer „gefühlten Vollbeschäftigung“.

Durch die drastischen Maßnahmen- und Mittelkürzungen im Bereich der Arbeitsmarktpolitik müssen viele soziale Einrichtungen der Beschäftigungsträger um’s Überleben kämpfen.

Betroffen sind unter anderem auch die vielen Sozialkaufhäuser die an chronischer Unterfinanzierung litten. Wir können nur immer für ein halbes Jahr planen und dann über die Fortführung entscheiden. Dabei sehen wir das Sozialkaufhaus gerade jetzt wegen der Flüchtlingsaufnahme als wertvolles Angebot, berichtete der Betriebsleiter der ESH, Klaus Zimmermann.

Vor diesem Hintergrund besuchte der Trierer Bischof Ackermann und die Vertreter der Aktion Arbeit, Dr. Ullrich und Andrea Steyven das Sozialkaufhaus in Köllerbach. Sie schauten sich im Möbellager und Verkaufsraum um und ließen sich das vielfältige Sortiment und die besonderen Verkaufsmodalitäten für Minderbemittelte erklären.

Anschließend erklärten sie ihre besondere Solidarität mit den Landzeitarbeitslosen und Bischof Ackermann sagte zu wegen des schwindenden Spendenaufkommens für das kommende Jahr jeden Spendeneuro aus Mitteln des Bischofsstuhls zu verdoppeln.

Der anwesende Bürgermeister der Stadt Püttlingen, Martin Speicher erklärte seine Freude über die langjährige Partnerschaft des Bistums Trier und der Aktion Arbeit mit der ESH Püttlingen. Auch die Stadt Püttlingen unterstütze die ESH seit vielen Jahren mit einem stattlichen jährlichen Zuschuss.

Den Flüchtlingen helfen, aber auch die Minderbemittelten und Langzeitarbeitslosen nicht vergessen – das muss unser aller Bemühen sein – gilt es doch das hohe Gut des „sozialen Frieden“ zu sichern, erinnerte letztlich Toni Job.