Erwerbslosen-Selbsthilfe Püttlingen betreute 1722 Personen

– zufrieden mit dem Jahr 2016

Nach den vorausgegangenen schwierigen Jahren, in denen die Agentur für Arbeit eine sparsame Maßnahmepolitik betrieb, konnte die Erwerbslosen-Selbsthilfe (ESH) im Jahr 2016 mit der Auslastung seiner Einrichtungen sehr zu frieden sein – und für das laufende Jahre gibt es Grund zu Optimismus.

Direkt nach der Silvesternacht 2015 hatten wir eine ganz massive Nachfrage an Maßnahmen, erklärt der Vorsitzende der ESH, Toni Job.

Von 52 Maßnahmen im Januar stiegen die Maßnahmen auf 266 im Dezember 2016 an. Insgesamt 1722 Personen wurden in dieser Zeit in den Einrichtungen der ESH, im Überbetrieblichen Ausbildungszentrum (UÄZ) in deren Standorten in Püttlingen, Quierschied, Sulzbach, Dudweiler, Völklingen und Heusweiler betreut. Die engagierte Zusammenarbeit mit den Jobcentern in Heusweiler, Sulzbach und Völklingen ermöglichte die umfangreiche Beschäftigung und Ausbildung von Langzeitarbeitslosen, Wohnungs- losen und Flüchtlingen. In den geschützten Arbeitsplätzen im Sozialen Kaufladen und im ÜAZ in den Berufsfeldern Holz, Metall, Hauswirtschaft, Gastronomie, Möbel-/Küchen-montage und Malerhandwerk werden sie beschäftigt, qualifiziert und ausgebildet. Hinzu kommen aber auch Umschulungen und Weiterbildungen über Kooperationsverträge mit saarländischen Betrieben. Im Laufe des Jahres erhielten auch 500 Schüler und Schülerinnen im Rahmen einer Berufsorientierung die Möglichkeit die verschiedenen Berufsfelder zu testen.
Um einen solch umfangreichen Betrieb zu finanzieren, zu organisieren und aufrecht halten zu können, braucht man zuverlässige Partner, wie z.B. Kooperationsbetriebe, den Europäischen Sozialfonds, die Agentur für Arbeit, die Jobcenter, das Bistum mit der Aktion Arbeit, das Land und die Kommunen, besonders die Stadt Püttlingen.

„Das größte Problem liegt in der Finanzierung all dieser Maßnahmen. Meist müssen wir vorfinanzieren, was ohne Bankkredite nicht möglich ist. Ohne eine befristete Bürgschaft durch die Stadt Püttlingen für eine Anschubfinanzierung wäre dies 2016 nicht möglich gewesen.“, erklärte Toni Job. „Das hat die Stadt gerne gemacht. Wir schätzen die soziale Bedeutung der ESH für Püttlingen und im Regionalverband.“, bestätigte Christian Müller, der Erste Beigeordnete der Stadt.

„Eine institutionelle Finanzierung durch den Bund um eine Nachhaltigkeit der Arbeits- marktförderung zu gewährleisten, wäre für die Beschäftigungs- und Ausbildungsträger unerlässlich“, wird von allen Akteuren gewünscht.

Damit wäre ein wichtiger Beitrag für die Zukunft der Beschäftigungs- und Aus- bildungsträger und die vielen Betroffenen am Arbeitsmarkt geleistet.