Neujahrsempfang der Erwerbslosen-Selbsthilfe (ESH) Püttlingen – Annegret Kramp-Karrenbauer war Ehrengast.

Beim diesjährigen Neujahrsempfang begrüßte der Vorsitzende, Toni Job, wieder viele Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft, die mit der ESH auf besondere Weise verbunden sind. Besonders erfreut war er, dass er Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlandes und Ehrenmitglied des Vereins, begrüßen konnte.

In seiner Ansprache schaute Toni Job auf die vergangenen Monate zurück und sprach von „guten und schlechten Zeiten“.

In den letzten Jahren seien viele Maßnahmen von der Bundesagentur für Arbeit nicht mehr aufgelegt worden und teilweise auch unterfinanziert gewesen, so z.B. die Bürgerarbeit. Die Sparpolitik der Bundesagentur habe dieser zwar volle Kassen beschert, viele Beschäftigungsträger aber arg gebeutelt. Dank der Unterstützung der Stadt Püttlingen habe die ESH diese Krise aber überstanden.

Job kritisierte auch die Integrationspolitik für Flüchtlinge, die viel zu spät eingesetzt habe. Bereits 2015 habe man den Verantwortlichen berufliche und sprachliche Integrationsmaßnahmen angeboten, aber keine finanzielle Unterstützung erfahren. Erst im Spätherbst habe die Bundesagentur völlig überraschend „Jedermanns-Sprachkurse“ finanziert, die aber mangels jeglicher Qualitätsanforderungen auch die entsprechenden Ergebnisse brachten.

Die Kölner Silvesternacht brachte einen Sinneswandel. Plötzlich waren die Bildungs- und Beschäftigungsträger wieder gefragt und es gab eine große Nachfrage an Maßnahmen für Flüchtlinge sowie für Langzeitarbeitslose. „Unsere Langzeitarbeitslosen sollten nicht vergessen werden – hatte auch Bischof Ackermann angemahnt. Und so gibt es seit dem letzten Jahr auch wieder ein großes Angebot von Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen. Das Jobcenter im Regionalverband Saarbrücken mit seinen zuständigen Geschäftsstellen arbeitet sehr konstruktiv mit der ESH zusammen.

Die Einrichtungen der ESH waren mit 1722 betreuten Personen voll ausgelastet. Für das neue Jahr sieht es ebenfalls positiv aus. „Gute Zeiten“ stellte Job fest.

In ihrem Grußwort würdigte Annegret Kramp-Karrenbauer das langjährige Engagement und die erfolgreiche Arbeit, die weit über Püttlingen hin- ausreiche, so z.B. Quierschied und Sulzbach.

Dabei sei auch die Jugendarbeit zu sehen, die vor allem mit den Schulen im Bereich der Berufsorientierung er- folge. Die Jugendlichen erhalten wich- ige Einblicke ins Berufsleben und erfü- hren mehr über ihre eigenen Fähig- keiten.

Ferner versprach Annegret Kramp-Karrenbauer, sich für die Fortführung des Landesprogramms „A-Saar“, Arbeit für das Saarland, mit dem Maßnahmen für Arbeitslose unterstützt werden können einzusetzen. „Arbeit ist wichtig für die Selbstbestätigung und die Menschenwürde und deshalb ist es wichtig, Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren.“ stellte sie fest.

Für die Kooperationskommunen der ESH sprachen die Ersten Beigeordneten, Alfred Herr und Christian Müller ein Grußwort. Für die Stadt Sulzbach versprach Alfred Herr mit Blick auf die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit, diese auch in Zukunft fortzusetzen. Christian Müller als Erster Beigeordneter der Stadt Püttlingen erinnerte an die vielen gemeinsamen Projekte. Die Unterstützung der Stadt Püttlingen sei mit Blick auf die langjährige Partnerschaft eine Selbstverständlichkeit gewesen. Für die Zukunft wünschte er der ESH weiterhin viel Erfolg mit ihrer Arbeit.